Wie benotet man im Wiki?
Der Inhalt dieser Seite stammt zum Teil noch vom Anfang des Seminars. Bitte GnadenlosEditieren!
Wer bewertet eigentlich?
Wenn man es genau betrachtet, ist ein Wiki schon ein ganz schön krasses Kontrollinstrument. Jeder Bearbeitungsschritt von jeder Person wird gespeichert und ist für alle nachzuvollziehen. Jetzt kann man natürlich sagen, "eben für alle", also können alle TeilNehmer Kontrolle ausüben, und genau das ist ja die Wiki Idee. Aber wenn nur die Dozenten Noten vergeben, dann ist das verlogen. Dann benutzen die Dozenten die Kontrollfunktion nämlich anders als die TeilNehmer und das ist dann unfair.
Deshalb ist es den Dozenten wichtig, dass wir eine Form finden, in der auch alle an der Bewertung beteiligt sind. Im Laufe des [:ErstesSemester: ersten Semesters] standen drei Bewertungsverfahren zur Diskussion. Die Diskussion in der [:AchteSitzung: achten Sitzung] hat dann aber ergeben, dass die Mehrheit der Teilnehmer drauf besteht, dass die Dozenten ihre Autorität nutzen. Noten werden im ersten Semester nur durch eine BenotungImAbschlusskolloquium vergeben.
In einem AbschlussKolloquium berichten die TeilNehmer über ihre Arbeit im Wiki. Die Dozenten beurteilen das und geben eine Note.
Jeder TeilNehmer beurteilt alle die Teilnehmer, mit denen er während des Semesters engeren Kontakt hatte.
Alle TeilNehmer geben dem Wiki (als gemeinsames Produkt) eine Note.
Älterer Kram
Am Anfang des Semesters wurden noch folgende Ideen gesammelt:
- Wenn jeder auf der Userseite einen Kommentar hinterlassen kann und alle Kommentare gleich viel Gewicht haben.
- Wenn jeder auf inhaltlichen Seiten Kommentare über den Zustand der Seite hinterlassen kann, nicht bloß die Dozenten.
Interessant ist auch die (noch leere) Liste von Lieblingsautoren und Lieblingsseiten, die UweBoettcher auf seiner HomepageImWiki gemacht hat. Wenn alle so etwas machen, könnte das auch ein Kriterium sein.
Am aller wichtigsten ist mir, dass wir erst ein Mal die Aufmerksamkeit auf die Zusammenarbeit lenken. Bewerten können wir uns auch in ein paar Monaten noch. Das schlimmste wäre, wenn wir jetzt vor lauter Bewertung und Kontrolle nicht mehr dazu kommen, gut zusammen zu arbeiten. Trotzdem ist es natürlich gut, sich jetzt schon Gedanken zu dem Thema zu machen. -- ChristophKoenig DateTime(2006-10-18T10:20:13Z)
Brainstorming: Bewertungskriterien
Ein paar kurze, unausgereifte Ideen. Je mehr hier dazukommen, desto besser... also immer her mit weiteren Vorschlägen.
Bereich auf der Userseite mit Kommentaren
Jeder Benutzer hat dadurch die Möglichkeit, Kritik (positiv & negativ) an anderen Benutzern zu üben. Dabei sollte darauf geachtet werden, dieses konstruktiv zu tun. Durch Verbesserung der Schwächen kann jeder dann einen Lerneffekt aus dieser Sache ziehen. Die Veranstalter können dann bewerten, daß/ob der Lerneffekt eingetreten ist.
Mögliche Probleme:
- Kritik muss so verpackt werden, dass sie sachlich bleibt und nicht herabwürdigt.
- Kritik sollte so beschrieben sein, dass jeder Nutzer der Plattform diese auch versteht und nicht nur der Verfasser. Dadurch kann jeder Nutzer mit dieser Kritik den entsprechenden Artikel mit-verbessern.
- Schreiben die Studenten dann noch ehrlich ihre Meinung, wenn das über Noten entscheidet?
- Werden dann noch Artikel erstellt, wenn dadurch Kritik aufkommt?
Bereich auf den einzelnen Seiten mit Bewertung
Hierbei werden die einzelnen Teile der Seite bewertet. Große Frage hier wäre dann aber, die einzelnen Bewertungen konkret den Beteiligten zuzuordnen. Kann u. U. in eine Detektivarbeit ausarten.
Mögliche Probleme:
- Verunstaltet evtl die Seiten (es sei denn, es gibt hier auch eine Diskussions-Seite zu jedem Artikel).
- Auch hier das Problem mit der ehrlichen Meinung...
- Möglicherweise wird Detektivarbeit nötig.
Beispielartikel
Eine Seite wird angelegt, wo jeder Student einen bzw zwei Artikel angibt, um die er sich vorrangig kümmern möchte. Die Entwicklung dieser Artikel wird von den Veranstaltern beobachtet. Der verantwortliche Student kümmert sich um Struktur des Artikels und arbeitet Änderungen der Anderen passend ein.
Mögliche Probleme:
- Großer Arbeitsaufwand für die Veranstalter
- Nur die Veranstalter Kontrollieren. Das ist nicht gut für die Zusammenarbeit.
Vertrauen
Wäre Vertrauen, ein "Maß" aus dem man Noten ableiten könnte? Eine Person, der viele TeilNehmer vertrauen, dass sie gute Arbeit macht und auf Feedback reagiert, könnte dann eine bessere Note kriegen als eine Person, der nicht so viele TeilNehmer vertrauen.
Mögliche Probleme:
- Wie misst man Vertrauen?
- Ist das nicht sehr gefährlich, Vertrauen zu einem Bewertungsmaßstab zu machen? Macht man damit nicht ganz viel gute Dynamik kaputt?
- Leute die sich schon länger kennen neigen dazu sich gegenseitig übertrieben positiv zu bewerten.
- Wie kann man erfolgreich einen Bogen zwischen Qualität und Quantität schlagen? Jemand mit sehr wenigen aber sehr guten Beiträgen fällt anders auf als jemand der viele mittelmäßige Beiträge bringt.
- Leuten die man aus dem wirklichen Leben kennt, vertraut man eher als Leuten, die man nie gesehen hat, sondern nur aus dem Netz kennt.
