Falsifikationsprinzip
Das Falsifikationsprinzip geht aus dem kritischen Rationalismus hervor und stellt die Grundidee der DN-Erklärung dar, mit Hilfe derer man versucht der Wahrheit näher zu kommen. Die Wahrheit zu finden ist nämlich aller Wissenschaft oberstes Ziel. Anders als andere Wahrheitsfindungsmethoden versucht man jedoch mittels des Falsifikationsprinzipes nicht mehr Hypothesen zu verifizieren, sondern sie zu falsifizieren. Verifikation funktioniert nämlich nicht:
Wenn man tausend Schwäne gesehen hat und alle weiß waren, heißt das noch lange nicht, dass es nicht auch schwarze Schwäne geben kann. Da man aber nicht alle Schwäne auf der Welt betrachten kann und man nicht weiss ob irgendwann vielleicht auch ein schwarzer aus einem Ei schlüpft, kann man das Gesetz „Alle Schwäne sind schwarz“ nicht verifizieren. Deshalb versucht man mittels des Falsifikationsprinzipes das Gesetz zu falsifizieren, indem man einen Falsifikator zu finden versucht. In diesem Fall wäre der Falsifikator ein schwarzer Schwan.
D.h. also zusammengefasst und auf die DN-Erklärung übertragen, dass es zwar unmöglich ist festzustellen ob eine Wenn-Dann-Aussage wahr ist, aber man kann feststellen ob eine Wenn-Dann-Aussage falsch ist. Deshalb verwirft das Falsifikationsprinzip das Ziel eine Aussage zu verifizieren und sucht stattdessen nach Falsifikatoren einer Aussage, um sie zu falsifizieren.
