Gliederung des Referats
Diese Seite beschäftigt sich damit, wie man eine Gliederung für ein ["Referat"] erstellt.
Ein neunzigminütiges ["Referat"] stellt natürlich ganz andere Anforderungen an den Referenten als ein zehnminütiges ["Referat"]. Die Konzentrationsfähigkeit der Zuhörer ist begrenzt und niemand wird sich lange auf einen Inhalt konzentrieren können, der ihm monoton vorgetragen wird.
Man sollte also einen geschickten Ablauf planen. Unabhängig von der Länge hat sich die Gliederung eines ["Referat"]es in die drei Abschnitte Einleitung, Hauptteil und Zusammenfassung bewährt. Es bleibt Dir überlassen, wie Du diese Abschnitte gestaltest. Im folgenden findest Du Tips für jede dieser drei Phasen eines ["Referat"]es:
Einleitung
- Sich den Zuhörern vorstellen und den Titel oder das Thema des ["Referat"]es nennen.
- Appetit auf das ["Referat"] wecken, Interesse erzeugen, einfach gesagt: Den Zuhörer neugierig machen! Was hat das ["Referat"] zu bieten? Worum geht es, oder noch viel besser: Welchen Erkenntnisgewinn kann der Zuhörer erwarten?
- Was ist das vorherrschende Problem bzw. die Fragestellung? Gibt es ein Ziel des ["Referat"]es?
- Man kann die Zuhörer fragen, welche Assoziationen sie mit dem Titel des ["Referat"]es verbinden.
- Stelle dann eine einfache Gliederung vor, die sich leicht einprägt.
Hauptteil - Entwicklung von Abschnitten
Je länger das ["Referat"] sein soll, desto mehr sollte der Referent methodische Abwechslung einbringen. Im Folgenden findest Du Anregungen für Abschnitte, deren Reihenfolge du selbst bestimmen kannst.
- Reiner ["Vortrag"]. Den möglicherweise komplexen Sachverhalt nicht zu lange und möglichst verständlich darstellen und mit Folien, Bildern usw. untermalen. Ins Gebiet einführen, zentrale Begriffe, Inhalte und Beispiele nennen.
- Interaktive Elemente einbauen, z.B. Fragen an die Zuhörer stellen, einen kurzen Film zeigen, provokante Thesen aufstellen, um zu emotionalisieren. Dadurch können die Zuhörer aktiv mit eingebunden werden.
- Anregung einer Diskussion.
- Es kann sich durchaus auch anbieten, einen Abschnitt über die Zeit zu verteilen, so z.B. den reinen ["Vortrag"] durch einen ["Film"] und eine Diskussion zu unterbrechen, um dann zum zweiten Teil des ["Vortrag"]s zu kommen. Hier ist deine Phantasie gefragt.
Schlussteil
- Eine knappe Zusammenfassung des ["Referat"]es. Was waren die Ausgangsfragen, die Hauptthesen und die Resultate? Möglicherweise mit einem effektvollen Abschnitt oder Satz schließen (z.B. mit einem Ausblick oder ungeklärten Fragen). Auch ein kleiner Cartoon zum Ende (z.B. passend zum Thema) kann zu einer gelösten und diskussionsfreudigen Stimmung beitragen.
- Es zeugt von gutem Benehmen, sich bei den Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit zu bedanken.
- Wenn es sinnvoll und angebracht ist, kann man die Zuhörer auch um ein Feedback bitten. Diesen Wunsch kann man auch schon vor Beginn des ["Referat"]es äußern. Bei Feedback gilt: um sachliche Kritik bitten, aber auch sachlich bleiben beim Erhalt derselben. Man sollte sich über Lob freuen, aber Kritik nicht verteufeln und auf keinen Fall persönlich nehmen. Ohne Kritik kann man sich nicht verbessern!
- Man sollte die Zuhörer am Ende informieren, wie es jetzt weiter geht. Soll eine Diskussion stattfinden oder erst einmal offene Fragen geklärt werden? Hier muss man sich vorher überlegen, wie man weitergehen möchte.
Allgemeine Hinweise
- Um den zeitlichen Rahmen/Ablauf ungefähr abschätzen zu können, bietet es sich an, Probedurchläufe durchzuführen. Hinweise findest Du auf der Seite ["Vortrag"].
- Abschließend noch ein Tip - aber nur für Perfektionisten, die absolut sicher gehen wollen: Bereite im Idealfall einen Abschnitt vor, den du aufrollen kannst, wenn am Ende noch zu viel Zeit ist, den du aber auch weglassen kannst, wenn z.B. eine aufkommende Diskussion spannender sein sollte. Sozusagen ein Plan B!
- Inhaltlich gesehen kann man bei der Vorstellung eines Themenbereichs deduktiv oder induktiv vorgehen. Ein Vertreter des deduktiven Denkschemas würde sagen, man solle in Hinsicht auf das bessere Verständnis der Zuhörer immer vom Allgemeinen zum Speziellen gehen. Ein Vertreter des induktiven Denkschemas hingegen würde sagen, es könne sich durchaus anbieten, die Zuhörer erst mit einem speziellen Beispiel zu locken und durch persönliche Fragen ins Thema zu integrieren, um ihnen dann den allgemeinen Zusammenhang darzustellen, in dem sie sich dabei unwissentlich befunden haben.
- Für die zeitliche Einteilung eines ["Referat"]es gilt im Normalfall die Regel 10-80-10. Das heißt, die Einleitung sollte 10 %, der Hauptteil 80 % und der Schlussteil des ["Referat"]es noch einmal 10 % der Zeit ausmachen.
Diskussion
Hallo, ich habe mir erlaubt, diese Seite sowohl inhaltlich als auch von der Formatierung bzw. Gliederung etwas anzupassen und damit hoffentlich auch zu verbessern
Schaut mal drüber und kommentiert oder ändert oder oder oder... Grüße, -- BettinaMichno DateTime(2007-01-21T15:14:11Z)
