Leute verlieren im Wiwa die Orientierung

Einleitung

Das WiWa ist eine freie Enzyklopädie die Hinweise und Tips zum Wissenschaftlichen Arbeiten bietet. Der Name entstand aus Wiki zum wissenschaftlichen arbeiten. Das Projekt wurde im Wintersemester 2006/2007 von AntjeMüller und ChristophKoenig an der Tu-Darmstadt als E-Learning Seminar angeboten. Die Zielsetzung dieses Projektes war, die Seiten von Studierenden [:ThemenGebiet:themenbezogen] zu füllen. Dieses wurde erfolgreich beendet, da bereits innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl von Seiten entstanden sind.

Im zweiten Teil ging es um gezieltere Aufgaben um und mit WiWa wie zum Beispiel Bekanntmachung der Seite oder Einbringen von Struktur. Die Teilnehmer sollten sich überlegen, wie man das ["Wiwa"] an der Tu-Darmstadt präsentieren und publik machen kann. Jedoch gab es auf Grund der schnellen Entstehung keine einheitliche Struktur. Somit lang die Priorität erst darin, das Wiwa anschaulicher zu machen. Vorschläge wurden gesammelt, darüber diskutiert und die Ergebnisse umgesetzt.

Hintergrund

Im [:ErstesSemester:ersten Semester] wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Benutzen von Hypertexten allgemein festgestellt, dass durch den enorm schnellen Wachstum des WiWas ein Überblick kaum noch möglich war. Eigentlich könnte man meinen, dass man in diesem Fall erfolgreich war. Aber es kam die Sorge auf, wie es Neueinsteigern mit WiWa ergehen würde. Diese Frage wurde auf Grund des eigentlichen Zieles erst einmal zur Seite gestellt. Recht eindeutig war jedoch, dass das Orientieren kaum noch möglich war.

Auch im [:ZweitesSemester:zweiten Semester] wurde davon berichtet, dass das WiWa so groß ist, so dass man die Orientierung leicht verlieren kann.

Während der Benutzung von WiWa und gerade in den Anfängen tauchte sowohl im ersten als auch im zweiten Semester immer wieder das Phänomen auf, sich darin zu verlieren. Einige sprachen von "verirren" andere, dass sie lange suchen mussten um etwas zu finden. Worin genau liegt die Schwierigkeit des Orientierens speziell an diesen Seiten?

Forschungsmethode

Nur durch aktive Teilnehmer konnte diese Frage beantwortet werden. Um im zweiten Semester den Neueinsteigern, auch die JungenWilden genannt, erste Erfahrungen sammeln zu lassen, wurde induktiv vorgegangen. Das heißt, es wurde allgemein beobachtet was im WiWa passiert und später Material gesammelt. Die JungenWilden haben über einige Wochen mit dem WiWa gearbeitet und in den ersten Wochen die Aufgabe erhalten einen Erfahrungsbericht zu erstellen. Die Berichte wurden gesammelt um feststellen zu können, ob sich eine Tendenz ergeben wird. Um die ausgearbeiteten Tendenzen stützen zu können wurden im Anschluss der Auswertung einige JungeWilde dazu befragt.

Erhebungs- und Auswertungsmethoden

Es wurde an Hand der Erfahrungsberichte der JungenWilden eine Tabelle angelegt die man in zwei Kategorien unterteilen konnte. Diese wurden Zusammengefasst und zu einem Ergebnis ausgewertet. Konsens war, dass die Seiten sehr unübersichtlich sind und folglich stellte sich die Frage, "Was genau macht die Unübersichtlichkeit aus?". Auf Grund einiger Problme sind neue Projekte entstanden die der Struktur dienen aber auch anwenderfreundlicher gemacht werden sollten. Um die Tendenzen stützen zu können und die neu aufgeworfene Frage zu beantworten wurden im Anschluss die JungenWilden konkret angesprochen und befragt.

Teilnehmer

Orientierung

Kategorie

AnnikaHenrich

Seiten HilfeFürAnfänger nicht sofort entdeckt,URL schwer zu merken, Hochstellen von Bildern

Struktur

Hilfe zur Anwendung nicht gefunden, Probleme mit Signatur

Struktur

ChristianBorn

Seiten nicht überschaubar, Vielfalt nicht sofort erkennbar

CamelCase

ChristianMüller

Übersicht schlecht, Rechtschreibüberprüfung funktioniert nicht richtig

Struktur

CorneliaHorn

noch einige tote Links, Trail and Error, viel suchen bevor man das richtige findet

CamelCase

Suche nach Funktionen erfolglos, Anwedungsschwierigkeiten

Struktur

Bessere Struktur wäre gut

Struktur

nicht gedacht, dass Wiwa so groß ist

CamelCase

Ergebnis

Was die Orientierung im Wiwa schwierig macht sind, nach den Erfahrungsberichten der JungenWilden zu urteilen, zwei Tendenzen. Die eine ist die fehldende Strukutur und resultierent daraus die Unübersichtlichkeit. Die anderere, das Verlaufen im WiWa durch das fortwährende Weiterklicken der CamelCase Wörter.

Die Tendenz zur Strukur

Alles im Allen schienen die Seiten auf dem ersten Blick sehr provisorisch, das heißt sie sahen sehr überfüllt und gequetscht aus. Es lud nicht dazu ein, etwas an den Seiten zu bearbeiten oder etwas zu suchen. Das bedeutete auch, dass man eine gewisse Zeit benötigte um sich im Wiwa zureckt zufinden. Einer der Gründe die häufiger genannt wurden war die fehlende Struktur. Es gab keine Einheitlichkeit, sodass der Nutzer sich auf jeder Seite immer wieder neu orientieren mussten. Das führte auch dazu, dass das Benutzen von Hypertexten zu Beginn langsamer verlief. Gerade für Neulinge die bisher wenig mit dieser Thematik zu tun hatten benötigten somit eine längere Eingewöhnungszeit. Auch waren wichtige Seiten die zur direkten Hilfe geführt hätten nicht besonders gut hervorgehoben, sodass auch hier die Nutzer die Seiten erst sehr spät entdeckt haben. Die Seiten wurden zu Anfang mehr durch probieren angelegt. Wem das zu Aufwendig war behalf sich mit der Methode sich das gewünschte Ergebnis von anderen Nutzern abzuschauen. Etwas wie einen [:RotenFadenErstellen:RotenFaden] gab es nicht, so dass dies schnell zum Verlust der Orientierung führte.

Das Problem der fehlenden Struktur führt dazu, dass dabei die Vielfalt der Enzyklopädie völlig verloren geht. Oder, wenn Nutzer die Seiten auf den ersten Blick nicht ansprechend finden, diesen schnell wieder zu verlieren. Daher war es sehr wichtig, dass die Priorität darin lang, erst einmal eine Einheitlichkeit zu finden und es umzusetzten.

Die Tendenz der CamelCase-Wörter

Die andere Tendenz, was zu Orientierungsschwierigkeiten führte, ist das Benutzen der CamelCase Wörter. Das sind Wörter die blau unterlegt sind. Durch das Anklicken wird man zu dem neuen Thema geführt . Durch das fortwährende Klicken der Wörter verstrickt man sich immer weiter im WiWa ohne konkrete Ergebnisse. Einige Themen führten unter anderem zu Verwirrungen, da die Seiten zwar angelgt aber noch nicht mit Inhalt gefüllt waren. Positiv ist, dass dadurch gezeigt wird wie umfangreich das Thema wissenschaftliches Arbeit sein kann. Wie man jedoch sieht, kann diese Methode aber auch zu einem Problem fürhen. Wahrscheinlich wird dies jedoch eine einmalige Erfahrung sein und jeder entwickelt selbst eine Methode um diesen Effekt zu vermeiden. An dieser Tendenz wird man nicht viel ändern können wie bei den Strukturen.

Schlußfolgerung

Insgesamt kann man im Anschluß sagen, dass der Verlust an Orientierung zum einem an der Strukutur lag und zum anderen an den CamelCase Wörtern. Die Strukutur wurde im zweiten Semester gut aufgearbeitet und man kann eine deutliche Einheitlichkeit erkennen. Ob der Verlust der Orientierung auch nach der Umstrukturierung vorliegt müsste im Nachfolgenden beobachtet und ausgwertet werden. Aus den positiven Berichte der JungenWilden lässt sich daraus schließen, dass für das [:ZweitesSemester:zweiten Semester] die Überschichtlichkeit gelungen ist.

Das Benutzen der CamelCase Wörter ist hier im Wiwa gewünscht. Um die Orientierung nicht zu verlieren muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden in wie weit man in das Wiwa eindringen möchte. Das ist jedoch ein Effekt den man nicht durch Strukturen oder Nutzervorgaben beeinflussen kann. Das bedeutet, dass es eine Tendenz gibt, die sich ändern lässt um nicht die Orientierung zu verlieren und eine die gewünscht ist und sich wahrscheinlich nicht vermeiden lassen wird.


Diskussion


KanekoSunagawa/ForschungsFrage (last edited 2007-07-20 09:38:34 by KanekoSunagawa)