Karteikarten
Einleitung
Zum Lernen gehört es dazu, dass man seine Informationen strukturiert und organisiert. Eine eigene MaterialDokumentation ist daher eine sinnvolle Sache. Das Lernen mit Karteikarten ist einfach, orts- und zeitunabhängig und benötigt keine Steckdosen oder andere eletronischen Medien. Mit Hilfe von eigenen ["Exzerpt"]en, die man sich durch das kursorische Lesen (siehe LeseMethoden) herausgeschrieben hat, kann man seine eigenen Lerninhalte auf Karteikarten bündeln, sei es zum Lernen, für einen ["Vortrag"] (siehe unten), oder für das Sammeln von Zitaten und bibliografischer Daten, falls man selbst altmodische Medien bevorzugt oder noch keine Unterstützung in Form von diversen elektronischen Programmen für Schlagwort- und Zitatedatenbanken hat.
Einsatz der Karteikarten beim Lernen
Beim Lernen mit den Karteikarten wird auf der einen Seite Vokabeln oder Fragen geschrieben und auf der anderen Seite steht dann die passende Übersetzung und Antwort. Eine weitere sehr hilfreiche Methode sein Langzeitgedächtnis zu aktivieren, ist es, diese Karteikarten in einen Karteikartenhalter oder kleinen Box mit mehreren Fächern (ca. vier Stück) zu sortieren.
Erste Phase
In der ersten Phase schreibt man seine ["Exzerpt"]e, während des kursorischen Lesens (siehe LeseMethoden)auf diese Karten. Die andere Seite beschriftet man entweder mit der Übersetzung der Vokabeln, die Antwort der Frage, etc.
Zweite Phase
In der zweiten Phase beginnt man sich die Informationen anzueignen: Die Karten, die man schon gelernt hat, werden dann in das zweite Fach sortiert, die Inhalte, die man noch nicht intus hat, bleiben im ersten Fach.
Dritte Phase
Dann legt man einfach eine Pause von mehren Tagen ein und beginnt wieder von vorne. Dabei werden die Karteikarten aus dem ersten Fach ins zweite und vom zweiten Fach in das dritte sortiert, wenn man den Inhalt noch weiß; die man nicht mehr kann oder gar nicht gelernt hat, kommen zurück in das erste Fach oder bleiben gleich dort.
Vierte und folgende Phasen
Das Ziel ist ganz klar: Das vierte Fach zu erreichen. So kann man immer wieder seinen eigenen Wissensstand überprüfen.
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Quelle: Leitner 1995, S. 71 in: Rost 1999, S.91 |
Karteikarten als Unterstützung für Vorträge
Ein ["Referat"] (oder sonstiger ["Vortrag"]) erscheint umso ansprechender, je freier man es halten kann. Eine gute Übung ist dabei, den ungefähren Vortragstext, den man sich vorstellt, (möglicher Weise in Stichworten) auf die eine Seite der Karteikarten zu schreiben und nur jeweils passende Überbegriffe als Stichwörter auf die andere Seite. Nun kann man versuchen, während den Probedurchläufen (siehe ["Vortrag"]) das ["Referat"] nur anhand der Überbegriffe zu halten. Wenn man sich unsicher ist, ob man noch etwas zu einem Abschnitt sagen wollte, kann man dann die jeweilige Karteikarte umdrehen und nachsehen. Wenn man einige [:Vortrag: Probedurchläufe] macht, kann man davon ausgehen, dass man am Ende viel seltener die Karteikarten (als Hilfe) umdrehen muss. Dies bringt einem zum einen den Vorteil, dass man die Sicherheit hat, im Notfall (sprich verlorener Faden) auf den Text auf der Rückseite zurück greifen zu können, zum anderen aber das gute Gefühl, den ["Vortrag"] nur anhand der Überbegriffe halten zu können.
Karteikarten als Zitatsammlung
Karteikarten als Möglichkeit zur Sammlung bibliographischer Daten
Ein wesentlicher Bestandteil seiner eigenen MaterialDokumentation sind bibliografische Daten, die ebenfalls auf KarteiKarten festgehalten werden können.
Quelle
Rost, Friedrich. 1999. Lern- und Arbeitstechniken für pädagogische Studiengänge: mit zahlreichen Abbildungen sowie Informationen zu Auskunftsmitteln und (internet-)Adressen. Opladen: Leske & Budrich.
