Referatsausarbeitung
Eine Ausarbeitung eines Referats bezeichnet allgemein eine Verschriftlichung des bereits gehaltenen Referats. Hinsichtlich des Aufbaus, des Inhalts und der Struktur ähnelt die Referatsausarbeitung der HausArbeit. Der wesentliche Unterschied zur einer Hausarbeit besteht jedoch in einem geringeren Umfang bei der Referatsausarbeitung.
Gliederung
- Folgende Gliederung sollte bei der Ausarbeitung des Referats eingehalten werden:
- - Titelblatt
- - Inhaltsverzeichnis
- - Einleitung
- - Hauptteil
- - Diskussion
- - Zusammenfassung
- - Literaturverzeichnis
- Der Schwerpunkt dieser Gliederung liegt auf dem Hauptteil, in dem das Thema des Referats dargestellt wird. Je nach Fachbereich bzw. Seminarleiter können die nachfolgenden Punkte (Diskussion, Ausblick, Zusammenfassung) leicht variieren.
- Inwiefern sich der Inhalt der Gliederungspunkte gestaltet, wird in dem nächsten Kapitel erläutert.
Struktur und Inhalt
- Die schriftliche Ausarbeitung eines Referats orientiert sich in Struktur und Inhalt an dem gehaltenen ["Referat"].
Das TitelBlatt bildet die erste Seite der Ausarbeitung. Das Deckblatt sollte genau wie bei einer HausArbeit folgende Punkte beinhalten: Name der Universität und des jeweiligen Instituts, Name des Seminarleiters, Seminartyp und –titel, Titel der Arbeit; Verfasser (mit Name, Studiengang, Matrikelnummer, Adresse, Email und Semesteranzahl), Referatsdatum und Abgabedatum.
Grundsätzlich ist einer wissenschaftlichen Arbeit weiterhin ein InhaltsVerzeichnis mit Seitenverweisen voranzustellen. Am besten erstellt man das Verzeichnis automatisch mit einem ["Textverarbeitungsprogramm"]. Das Programm generiert dann das Inhaltsverzeichnis automatisch, so dass man viel Zeit und Arbeit sparen kann. Voraussetzung hierfür ist, dass das Dokument mit Hilfe einer ["Formatvorlage"] erstellt wurde.
- Zur Gliederung verwendet man am besten eine Dezimalgliederung (beispielsweise 1; 1.1; 1.1.1 usw.). Es muss dabei jedoch darauf geachtet werden, dass wenn es Unterkapitel gibt, dies mindestens zwei sein müssen. Das heißt, gibt es Gliederungspunkt 1.1, muss es auch 1.2 geben. Ggf. kann man Unterkapitel, die über die dritte Ebene hinaus gehen (z.B. Kapitel 1.2.1.1) im Inhaltsverzeichnis weglassen.
Der Fließtext der Ausarbeitung beginnt mit einer kurzen EinLeitung in das Thema. In welchem Zusammenhang steht das Thema hinsichtlich des Seminars, welche Fragen werden anschließend in der Ausarbeitung geklärt? Genauere Informationen, was in eine Einleitung rein gehört findest du unter: InhaltEinerEinleitung.
In dem HauptTeil der Referatsausarbeitung wird das Themas dargestellt. Auf diesem Punkt liegt der Schwerpunkt der Ausarbeitung. Der Verfasser stellt lediglich das Referatsthema vor, weitet dieses jedoch nicht wie in einer HausArbeit weiter aus.
In der anschließenden Diskussion können sowohl eigene Kritikpunkte, Reaktionen der Hörer, Änderungsvorschläge, als auch aufgekommene Diskussionspunkte aus der Gesprächsrunde während des Referatsvortrags aufgenommen werden. Auch Lösungsmöglichkeiten des behandelten Problems bzw. ein kurzer Einblick in die zukünftige Behandlung des Themas sind hier angebracht. Im Anschluss an die Diskussion folgt eine kurze, prägnante Zusammenfassung mit den wichtigsten Aussagen.Weitere Anmerkungen zu diesem Kapitel findest du hier: SchlussTeil.
Nach dem Fließtext kommt ein Verzeichnis der gesamten, verwendeten Literatur. Alle Autoren die im Text genannt wurden, müssen also auch hier in dem Verzeichnis aufgelistet werden. Hierbei sind die Richtlinien des jeweiligen Instituts (InstitutsspezifischeQuellenAngabe) zu beachten. Im LiteraturVerzeichnis werden die Autoren- bzw. Herausgebernamen der Quellen nach dem Alphabet geordnet. Mehr Infos auch unter: ArtenVonQuellen
Dem Literaturverzeichnis folgt ggf. ein Anhang. Dieser sollte das Handout des Referats beinhalten. Eventuell kann man hier noch weitere Materialen (wie Fragebogen, ["Tabelle"], Glossar etc.), die nicht direkt in den Fließtext eingebunden sind einfügen.
Umfang
- Der Umfang einer Referatsausarbeitung variiert je nach Institution und vor allem je nach Dozent. Die meistens Angaben liegen zwischen 5 – 12 Seiten. Zu dem Umfang des Referats gibt der Seminarteilnehmer meistens genauere Angaben. Falls nicht, einfach mal nachfragen, um sicher zu gehen.
Layout
Grundsätzlich gelten für die Ausarbeitung eines Referats die gleichen Richtlinien für die Form der Arbeit wie für eine HausArbeit.
- Die Arbeit sollte als Fließtext in Blocksatz verfasst werden. Der Abstand vom oberen und unteren Rand soll etwa 2 cm betragen. Rechts hält man einen Korrekturrand von etwa 3 cm, links bleibt ein Rand von ca. 2 cm. Der Zeilenabstand ist immer eineinhalbzeilig. Die Schriftgröße beträgt 12pt. Die gewählte Schriftart (am besten Arial) muss in der Arbeit durchgehend beibehalten werden. Die Seitenzahlen sollten rechts unten auf jeder Seite, ausgenommen des Titelblatts, eingesetzt werden. Mehr Infos auch unter: ["Layout"].
- Eine Referatsausarbeitung sollte in einem Schnellhefter oder einer Mappe abgegeben werden.
Unterschied zur Hausarbeit
Der wesentliche Unterschied zwischen einer Referatsausarbeitung und einer HausArbeit besteht in der Größe des Umfangs. Das liegt vor allem daran, dass der Hauptteil der Hausarbeit wesentlich ausführlicher bearbeitet werden sollte als der, der Referatsausarbeitung. Denn hier stellt der Verfasser lediglich das Referatsthema vor und geht nicht ins Detail. Das heißt sowohl der Umfang der Seiten als auch die ausführliche Beschreibung des Themas sind reduziert.
Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und Literaturverzeichnis können nach den formalen und inhaltlichen Kriterien für eine HausArbeit bearbeitet werden. Lediglich bei dem Titelblatt sollte „Ausarbeitung des Referats mit dem Thema ‚xy’“ stehen, statt „Hausarbeit zu dem Referat mit dem Thema ‚xy’“.
Wann sollte man mit der Referatsausarbeitung beginnen?
Wenn man die Zeit hat, sollte man die Referatsausarbeitung schon während bzw. nach der Vorbereitung anfangen zu schreiben. Dies bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen führt das Verfassen der Arbeit zu einer weiteren inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und verleiht dem Referenten zum anderen dadurch eine erhöhte Sachkompetenz, die zu Selbstsicherheit während des Vortragens führt. Weiterhin ergibt sich der Vorteil, dass man so bereits während der Vorbereitung die jeweiligen Quellen mit Seitenzahlen rausschreibt, und sich somit später viel Arbeit und Zeit gespart hat (siehe auch unter: TippsZumLiteraturverzeichnis und ZeitManagement). Ein dritter Vorteil für den frühen Beginn mit der Referatsausarbeitung stellt folgender Punkt dar: Durch die intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema noch während der Vorbereitungsphase des Vortrags, tauchen hier womöglich mehr Fragen, Kritik oder Anmerkungen auf, die man während des Vortrags ansprechen kann.
- Allerdings sollte die Verfassung der Ausarbeitung nicht nur während der Vortragsvorbereitung laufen bzw. zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sein. Denn nach dem Halten des Referates sollte man Kritik, Ergänzungen und neue Punkte hinzufügen, die sich während des Vortrags oder der Diskussion im Plenum ergeben haben.
Weiterführende Seiten
Diskussion
