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SpracheEinerHausarbeit

Wir beschäftigen uns sehr viel mit der "Theorie" bzw. mit dem Rahmen einer Hausarbeit. Ich möchte hier nun genauer auf das Thema des Schreibens bzw. der Sprache eingehen. Ich weis nicht wie es euch geht, aber ich habe oft Schwierigkeiten damit, die wissenschaftliche Sprache (was immer das ist) zu treffen. Wenn ich Gedankengänge aufschreibe, dann klingt das meist nach Umgangssprache und es fällt mir schwer diese niedergeschriebenen Gedanken umzuformulieren. Meine Absicht ist nun erstmal Tipps und Tricks (von euch) zu sammmeln.

Eure Tipps

Also, jetzt seit erstmal ihr gefragt: Habt ihr irgendwelche Tipps und Tricks auf Lager, wie man die Umgangssprache in Hausarbeiten vermeiden kann?

Sprachkonflikt

Das Problem der Sprache liegt, wie schon angedeutet, in der Umformung der Umgangssprache. Das Schriftbild, oder der Wortklang der entsteht, wenn ich den Schreibstil meiner Aussprache anpasse ist nicht sehr schön. Aber gerade der Lesefluss sollte harmonisch erfolgen können. Die eigene innere Sprache tritt also in Konflikt mit der fremden, äußeren Sprache. Der erste Schritt ist demnach,sich die fremde Sprache zu eigen zu machen. Damit meine ich nicht sie zu übernehmen, sondern den Umgang mit ihr zu beherrschen. Die innere Sprache ist mir verständlich und daher kann ich sie abkürzen z.B. auf Stichpunkten, weil ich verstehe was sich hinter dem Stichwort für mich verbirgt. Die äußere Sprache zielt allerdings auf Fremde, denen ich erst meinen Sinn, meinen Kernaspekt vermitteln muss. Ich muss also wissen, welchen Schreibstil ich anwenden muss, um verständlich zu sein. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf, welche beim Schreiben zu beachten sind.

Innere Sprache

Äußere Sprache

* verkürzt

* formal entwickelt

* fast auschließlich prädikativ, d.h. die Verständlichkeit ist gegeben

* Situation ist in allen Einzelheiten zu reproduzieren, da auf max. Verständlichkeit gerichtet ist

* Wörter als Sinnkonzentrale

* erfordert komplizierte operationen beim Aufbau von objektiv verständlichen Sinneinheiten

*Die ["Tabelle"] orientiert sich nach dem Inhalt von Lutz von Werders Buch: Lehrbuch des wissenschaftlichen Schreibens. Dieses Buch könnt ihr in der Bib der allgemeinen Pädagogik finden : 21/5/82.

*Wer Probleme mit dem verfassen einer Hausarbeit hat, kann gewisse SchreibÜbungen durchführen.

*Außerdem kann mit einem [:WissenschaftlichesJournal:wissenschftlichen Journal] gut geübt werden.

Tipp von Christoph

Ich mache hier mal einen Unterabschnitt, weil dies die persönliche Meinung von ChristophKoenig wiedergibt. Verwurstet es wie es euch gefällt! :)

Also, ich finde den Zwang zu 'ordentlicher', oft sogar geschwollener Sprache einfach nur dämlich. In meinen Texten bemühe ich mich, eine möglichst einfache Sprache zu wählen. In der Regel sind die Inhalte, die ich meinen Lesern vermittle kompliziert genug. Da muss ich nicht noch eine komplizierte Sprache verwenden.

Mir ist klar, dass dieser Stil unüblich ist, aber ich finde, das schafft mehr Klarheit, und ich habe noch nie Beschwerden bekommen.

Diskussion

* Ich schreibe auch lieber einfache Sätze, aber leider gibt es hier am Institut einige die sehr wohl auf eine gehobene Sprache achten. - NicoleApfelthaler

* Mein Senf dazu: Ich habe mal eine Hausarbeit geschrieben (geschwollen und so) und war schon schwer verständlich. Da hieß es dann bei einer Nachbesprechung, dass man ja eine Hausarbeit so schreiben sollte, dass ein jeder sie versteht und nicht nur der Dozent, bei dem man sie abgibt. Das fand ich sehr verwirrend, da ja wie Nicole schon sagte, auf gehobene Sprache geachtet wird. -- DanielClaasen

* Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass viele Dozenten schon auf eine 'ordentliche' Ausdrucksweise wert legen. Damit meinen die meisten aber nicht, dass man ewige Kettensätze mit unheimlich vielen Fremdworten verwenden soll. Es sollte nur klar strukturiert sein, ohne Umgangssprache und wenn Fremdwörter, dann so, dass sie in den Zusammenhang passen und Sinn ergeben. Eine 'geschwollene' Ausdrucksweise wollte bis jetzt (zum Glück) noch niemand von mir haben. -- AnnaHerbst DateTime(2006-11-22T19:59:58Z)

* Mit gehobener Sprache meine ich eine gute Ausdrucksweise, wie Anna schon erläutert hat. Denn Umgangssprache wird nicht gern gesehen, aber Schachtelsätze über 7 Zeilen sind auch nicht angebracht. Mir ging es eher um ein Mittelmaß, einfache Sätze, welche aber einen schönen Lesefluß (durch den Ausdruck) hervorbringen. Aber genau dieses Mittelmaß der Ausdrucksweise ist schwer zu erreichen. Auf der einen Seite soll es für jeden Zugänglich, verständlich sein, aber auf der anderen Seite soll man dem Anspruch gerecht werden. Dabei meine ich Anspruch im Sinne von aufzeigen dass man sich mit dem Thema beschäftigt hat und mehr Versändnis für das Thema aufbringen kann, als ein Laie. - NicoleApfelthaler

* Also ich bin eben durch Zufall auf diese Diskussion gestoßen und fühle mich bemüßigt, auch meinen Senf noch hinzuzufügen. Ich finde, dass es nötig ist, ein Mittelmaß an einfachem und schwierigem Schriftdeutsch für sich selbst zu ermitteln. ABER: Gegenwärtig besteht m.E. die Gefahr darin, dass unsere doch sehr schöne Sprache durch überhandnahme der Umgangssprache in die Schriftsprache "verwässert" wird. Und da man mit einer wissenschaftlichen Arbeit ja auch immer ein stückweit Literatur schafft, sollte man auf eine angemessene Sprache achten. SMS-deutsch hat doch an einer Uni nichts verloren?! Des Weitern bleibt anzumerken, dass man mit einer wissenschaftlichen Arbeit auch eine Art Visitenkarte über die eigene Fähigkeit die Sprache zu gebrauchen abgibt. Nach meinem Dafürhalten sollte man dafür über "nur Hauptsätze" weit hinausgehen. Vllt. liegt diese Ansicht ja an meinem musischen Studiengang :) TimoHartmann 11.01.07

* Mein Professor hat damals Richtlinien herausgegeben, an die man sich zwingend halten musste. Mein Kommentar bezieht sich auf die Ratschläge, an die ich mich erinnere. Bei der Verfassung einer wissenschaftlichen Arbeit sollte auf die Verwendung der Begriffe geachtet werden, d. h. kein "Laborjagon". Umgangssprachlich hat sich z. B. Rundfunk und Fernsehen eingebürgert. Richtig heißt es aber Hör- und Fernseh-Rundfunk. Im technischen Bereich sollte die Wortgruppe "in etwa" nicht verwendet werden. Was bedeutet "in etwa 10 Volt" ? Ganz schlecht sind auch Formulierungen wie "der Pegel ist negativer als", um auszudrücken, dass ein gemessener Wert im Negativbereich noch weiter unter 0 gerutscht ist. Bindestriche zwischen langen Wortaneinanderreihungen wirken manchmal Wunder. Signalprozessertaktfrequenz oder Signal-Prozessor-Taktfrequenz. Im Englischen sind Bindestriche sehr selten, aber im Deutschen sollte man sie benutzen. "Erst misst man ..., dann misst man ..., zum Schluss misst man" ist zu vermeiden. Manchmal kann es helfen, die Sätze mit "wird" oder "werden" umzuformulieren. Die ich-Schreibweise war soweit ich mich erinnere nie ok. Die gesamte Arbeit ist Gedankengut des Verfassers. Versuche und Experimente werden in der Vergangenheit formuliert. Nette Anekdote: In einem Seminar, das von einem Mediziner geleitet wurde, mussten alle Arbeiten überarbeitet werden. Wir Techniker haben formuliert, dass wenn bestimmte Syndrome auftreten, dann >muss< man folgende Krankheit haben. Dies musste weicher formuliert werden: wenn folgende Syndrome auftreten, >kann< folgende Krankheit die Ursache sein. Wenn-dann-sonst-Regeln sind nicht in jeder Wissenschaft möglich ;-) Also genau auf die Formulierung achten. -- DoreenMann DateTime(2007-06-20T22:15:34Z)


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SpracheEinerHausarbeit (last edited 2007-06-20 22:15:35 by DoreenMann)