Ein Thema finden

Diese Seite beschäftigt sich damit, wie man mit der Themenfindung für eine HausArbeit oder für ein ["Referat"] umgeht.

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Tipps für die Themenfindung bei Hausarbeiten

Das Thema einer Hausarbeit oder eines Referates kann entweder in Zusammenhang mit den bisherigen Studienleistungen stehen (siehe: Von den Hausarbeiten zur Abschlussarbeit) oder einfach zu einem Themengebiet gehören, welches man interessant findet und das man gerne etwas vertiefen möchte.

Fragestellung finden!

Schon während der Vergabe der Referatsthemen innerhalb eines Seminars könnte man Ideen bekommen.BR Vielleicht stößt man während der Bearbeitung oder dem Input, den man in einem Seminar bekommt, auf eine Fragestellung die einen persönlich interessiert. Man sollte also immer die Augen und Ohren offen halten, da die Aufklärung einer Fragestellung den springenden Punkt in einer Hausarbeit darstellt. BR Eine gute Fragestellung zu finden oder aus einer wissenschaftlichen Arbeit zu übernehmen ist also maßgeblich für eine gute Hausarbeit, da auf ihr alles weitere aufbaut.

Anzahl der Quellen

Es kommt allerdings auch sehr auf die vorhandene Literatur an. Da eine Hausarbeit nicht wie eine Doktorarbeit völlig neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern soll, nimmt man am besten ein Thema das nicht zu jung ist und schon öfter bearbeitet wurde. BR Dies gilt vor allem, wenn man eine Theorie oder Hypothese zur Klärung der Fragestellung heranzieht. Evtl. gibt es dann auch Längsschnittstudien, die man zur Beantwortung der Fragestellung und Hypothese heranziehen kann. BR Vielleicht wurde sie (die Theorie oder Hypothese) aber auch widerlegt, was kein Nachteil für unsere Hausarbeit ist, denn je mehr Kritikpunkte wir finden, desto klarer wird das Bild das wir zeichnen können.

Zum Thema Theorie

Wissenschaft ist immer auch Diskurs und je stärker eine Theorie (oder Hypothese) innerhalb einer Wissenschaftsdisziplin oder sogar disziplinübergreifend ausdiskutiert und abgeklopft wurde, umso besser und stabiler ist sie, oder sie wurde bereits widerlegt. Jede Theorie ist sowieso nur eine Schablone, die auf die Realität wie eine Folie aufgelegt wird, um unseren Blick auf einige Fixpunkte zu fokussieren. Dies ermöglicht uns Dinge zu sehen, die wir vor lauter Komplexität der Realität nicht bewusst wahrgenommen hätten. Daher ist es wichtig, dass es viele Theorien/Schablonen in unserem Werkzeugkasten nach unserem Studium gibt, aus dem wir je nach Problemlage die gerade aufschlussreichste schöpfen können. BR Wie sagt unser Professor Euler so schön: "Wissenschaft ist Handwerk".

Von den Hausarbeiten zur Abschlussarbeit

Strategisch richtig liegt man auch, wenn man seine Hausarbeitsthemen so wählt, dass man Sie selbst, wie auch das Wissen, dass man an ihnen erworben hat, am Ende seines Studiums für eine Diplom-, Examens- oder Doktorarbeit verwenden kann. Hausarbeiten sollte man also immer auch als kleine Treppenstufen zum Ziel "eigene Abschlussarbeit" sehen, denn wenn man dann schon viel Vorarbeit geleistet hat, hat man im Endeffekt weniger Arbeit und das Ergebnis wird viel besser ausfallen.

Thema nicht zu weit fassen

Am Anfang eines Studiums (vor allem in geisteswissenschaftlichen Disziplinen) neigt man außerdem stark dazu Themen zu weit zu fassen und sie nicht einzugrenzen. Da man aber meistens nur 12-15 Seiten für eine Hausarbeit zur Verfügung hat, sollte man dies auf keinen Fall tun (siehe: ThemaEingrenzen). BR Es ist durchaus sinnvoll rechtzeitig mit dem entsprechenden Dozenten das Thema zu besprechen. Dieser kann zudem beurteilen, ob es sich in der zur Verfügung stehenden Zeit vernünftig bearbeiten lässt und ob ggf. eine Eingrenzung notwendig ist.

Persönliche Erfahrung

In Politik habe ich mir auch angewöhnt schon am Anfang bei der Themenwahl zu schauen, ob die Theorie überhaupt anhand von empirischen Daten und Statistiken fundiert ist. Nachdem man nämlich eine Theorie zur Klärung einer Hypothese (z.B. "wenn x, dann y" oder "Je..., desto...") herangezogen hat, muss man die Hypothese auch anhand von empirischen, also statistischen Daten, beweisen können. Den wissenschaftlichen Prozess und Arbeitsablauf eines Wissenschaftlers stellt man also einfach nach. Man braucht also eine Fragestellung bzw. Hypothese, die ein Forscher in seiner wissenschaftlichen Arbeit vorher auch hatte und zeichnet den Weg der Falsifikation FootNote(Eine Aussage (Hypothese) muss immer so formuliert sein, dass sie theoretisch an der Wirklichkeit scheitern bzw. falsifiziert werden kann. Das Falsifikationsprinzip geht auf Karl Popper zurück, der ein Vertreter des kritischen Rationalismus war.) einer Hypothese nach. All dies gilt vor allem in den Geisteswissenschaften. Inwiefern sie auf andere Wissenschaften übertragbar sind, müsst ihr selbst bewerten. -ArnoldSchumacher

Thema selbst aussuchen

Wenn es möglich ist, sollte man sich das Thema selbst aussuchen, denn nicht der Dozent muss daran arbeiten, sondern man selbst und die Arbeit geht einem einfacher von der Hand, wenn man ein Thema gewählt hat, welches einen selbst auch anspricht. Außerdem besteht dann die Möglichkeit, Vorkenntnisse und Vorarbeiten mit einzubinden und man hat schon mal einen Grundstock.

MindMap für Themenfindung

Hilfreich für die Themenfindung wäre eine MindMap. Vielleicht hat man ja schon ein paar Themenideen und man kann dann anhand einer MindMap Verknüpfungen erstellen und alles dazu schreiben was einem einfällt. Anschließend kann man dann zu jeder erstellten MindMap eine LiteraturRecherche betreiben, um zu schauen, wo man die meiste und beste Literatur bekommt. Vielleicht hat auch der begleitende Professor oder Dozent noch Ideen oder hilfreiche Literatur vorrätig. D.h. es ist wichtig sein Konzept aus Phase 1 (siehe: ZeitmanagementNachBohlinger) dem Dozenten vorzulegen, um übersehene Konzeptfehler rechtzeitig beseitigen zu können.

Tipps für die Auswahl von vorgegebenen Themen bei Referaten

Normalerweise wird in der ersten Sitzung eines Proseminars/Hauptseminars (nachfolgend der Einfachheit halber: Seminar) ein Seminarplan verteilt, welcher im Regelfall alle wichtigen Fakten zum Seminar enthält (die verschiedenen Referatsthemen inkl. zu lesender Literatur). BRWenn sich alle Seminarteilnehmer mit diesem Papier vertraut gemacht haben, geht oftmals das große Ringen um ein Referat los. Mitunter in Proseminaren, in denen meist sehr viele (>30) Studenten sitzen, wollen viele einen Schein machen, daher kann die Menge an angebotenen Referaten schnell knapp werden. BRIn Hauptseminaren geht es erfahrungsgemäß ruhiger zu. Dies sollte man im Hinterkopf behalten. Manchmal, insbesondere wenn man ein Seminar besucht, mit dessen Thema man noch nicht so recht etwas anfangen kann, kommt man schnell mal in die Situation, dass man sich nicht entscheiden kann.BR Auch wenn man ein Thema vorgegeben bekommt, ist es wichtig dieses zu konkretisieren. (siehe: ThemaEingrenzen)

Sinnvolles Vorgehen bei der Entscheidungsfindung

Wie kann man bei der Entscheidungsfindung sinnvoll vorgehen, um nicht evtl. bald großen Frust zu schieben?

Die Sache mit der Menge der Literatur

Oftmals schauen Studenten im Seminarplan nach, wieviel man für das Referat lesen muss. An sich keine schlechte Sache, um eine Vorstellung über die mögliche Vorbereitungszeit und den Anspruchs eines Themas für das Referat zu erhalten. Aber Vorsicht: Die Rechnung "viel Literatur = schweres Referat" und "wenig Literatur = leichtes Referat" geht nicht immer auf! Ein 50-seitiger Text kann manchmal leichter zu bearbeiten sein als ein 10-seitiger Text! Leider kann man das gerade als Studienanfänger schwer beurteilen, erst im Laufe des Studiums, wenn man schon vertrauter mit seinem Studienfach ist, fällt es einem leichter, abzuschätzen, ob der Text eher "knackig" oder "einfach" ist.


Diskussion


ThemaFinden (last edited 2007-10-05 20:21:13 by JuliaHöhl)