Theorien sind Perspektiven

"Theorien sind Perspektiven" ist ein Prinzip einer am SozialKonstruktivismus orientierten WissenschaftsTheorie, so wie es etwa ChristophKoenig benutzt. Ein anderes wichtiges Prinzip ist TheorienSindWerkzeuge.

Wenn ein Forscher ein EmpirischesPhänomen erforschen will, dann schaut er nie als "Tabula Rasa" darauf. Er hat immer schon irgendwelche VorVerständnisse des Gegenstandes. In der ["Hermeneutik"] heißt das KontextWissen. Ohne KontextWissen kann man aus der Fülle der empirischen Daten überhaupt keinen Sinn machen. Man braucht irgendeine Perspektive, die einem sagt, was wesentlich ist, und was man auf Seiten lassen kannFootNote(Dafür braucht man übrigens keinen SozialKonstruktivismus. WernerSesink erklärt sowas mit ImmanuelKant (wenn ich ihn richtig verstanden habe).). Die PostModernen Philosophen sagen: "Es gibt keinen neutralen Außenstandpunkt". Das bedeutet, der Forscher hat notwendigerweise immer schon eine Perspektive, aus der er sich seinen Gegenstand anguckt.

Gute Forscher reflektieren dasFootNote(Zumindest einer sozialkonstruktivistischen Wissenschaftstheorie zufolge.). Schlechte Forscher tun so, als ob sie trotzdem neutral sein könnten, oder als ob ihre Perspektive die einzig wahre wäre.

Konkret

Konkret, und für euch AlteHasen, die ihr so arbeiten sollt: wenn ihr eine ForschungsFrage habt, dann werdet ihr euch Perspektiven suchen müssen, unter denen ihr euren Gegenstand betrachten könnt. Das werdet ihr im Semester und angeleitet machen. Also keine Panik! :-)


Autoren bisher: ChristophKoenig


KategorieWissenschaftstheorie

TheorienSindPerspektiven (last edited 2007-08-27 10:30:23 by e176225199)