Über mich
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E-Mail: MailTo(t DOT trebing AT apaed DOT tu-darmstadt DOT de)
Hallo zusammen!
mein Name ist Thomas Trebing und ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Sesink im Projekt "Schule Interaktiv". Mehr gibt es auf der Arbeitsbereichsseite [http://www.abpaed.tu-darmstadt.de/arbeitsbereiche/bt/www/personen/mitarbeiterinnen/tt/ zu meiner Person]. Stattdessen beschreibe ich mal mein berufliches Interesse an der Veranstaltung. Wikis interessieren mich aus mehreren Gründen:
- Bei einer Fortbildung an einer Schule in Kassel haben Lehrer das Potential von Wikis für ihren (alltäglichen) Unterricht ausgelotet. Es ging um sehr einfache, aber hilfreiche Nutzungsmöglichkeiten, z.B. zur einfachen Erstellung und Distribution von Protokollen ohne HTML-Kenntnisse. Das war mal ein Ausgangsimpuls für das Beachten von Wikis im Bereich von pädagogischen Prozessen und Zielen.
- Das Thema Wiki wird an einem pädagogischen Inhalt im weitesten Sinne, wissenschaftlichem Arbeiten, d.h. integriert bearbeitet. Es ist keine Wikischulung, die erfahrungsgemäß wenig bringt für das Mitnehmen in den Alltag.
- Die Teilnehmenden sind in der Mehrheit keine Wiki- oder Technikspezialisten, soweit ich sehe, oft sogar eher technikferne Studis. Die sind aus meiner Erfahrung immer die allerbesten Nutzer bzw. Prüfsteine, wenn es um usability geht, Nutzerfreundlichkeit, intuitive Bedienung, Navigationsalternativen usf., aber auch pädagogisch-didaktischen Sinn oder Unsinn. Da kommen oft die besten Anregungen.
- Wikis lösen viele Probleme der Einseitigkeit der Kommunikation, z.B. bei Webseiten. Dabei ist die Interaktivität hauptsächlich personalisiert. Kommunikation und Interaktivität sind 'nur' computerunterstützt, nicht technisch realisiert, wie z.B. die (meist begrenzte) Interaktivität bei einer Simulation in Flash. Das ermöglicht mehr Flexibilität, Adaptierbarkeit, vielleicht sogar Adaptivität - so Ausdrücke der Informatik -, als klassische Lernplattformen wie z.T. auch unsere Vorlesungsbegleitende Onlineplattform (VOP), die einige von den Onlinevorlesungen mit und ohne Übung kennen, die Prof. Sesink anbietet. Moodle u.a. gehen dort zwar andere Wege und bieten mehr als traditionelle (oft kommerzielle), kursorientierte Plattformen wie WebCT, Blackboard, Ilias oder lo-net, die im Schulbereich zu kaum mehr als dem Verteilen und Einsammeln von Hausaufgaben genutzt werden (können?). Aber es sind bisher viele Systemkenntnisse, oft Serverknowhow, nötig beim Arbeiten mit flexibleren Angeboten wie Netzwerkadministrationssystemen (LANiS in Hessen, MNS+ in RP, Musterlösung in BW), Lernplattformen wie Moodle, Bildungsservern oder auch diesem Wiki. Dafür gibt es, das ist positiv, mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Aber auch die Verwaltung wird so schwieriger (das hat schon BSCW positiv ausgezeichnet, das Funktionieren gewährleisteten andere). Die Systemkenntnisse allgemein und geringe Editiermöglichkeiten in traditionellen Lernplattformen im Hinblick auf anspruchsvollere didaktische Szenarien - Projekt-, Gruppenarbeit, aber vielleicht auch für offene Methoden, z.B. Metaplan, wie ihn hier eine Gruppe bearbeitet; das sind für Schulen unüberwindliche Hindernisse für E-Learning, wenn nicht zufällig 'ein' Spezialist im Kollegium steckt. Gesucht sind also einfachere Möglichkeiten für anspruchsvolle Szenarien. Seit Moodle gibt es diese Möglichkeit prinzipiell bzw. viel weitreichender als bisher, u.a. auch, weil Wikis oder Blogs als Werkzeuge von der Lehrkraft einfach in Moodle dazugenommen werden können. Aber das Potential z.B. von Wikis ist eben noch weniger erprobt. Ein Teil von Probe ist für mich (und sicher auch für viele von euch) diese Veranstaltung. (Ich war begeistert, als ich hörte, Antje und Christoph machen so etwas!)
Sofern es die Zeit zulässt, werde ich also immer mal etwas beitragen auf dieser Seite und seien es nur ab und an ein paar (hoffentlich anregende) Fragen. (Sorry für den längeren Text.)
Gruß Thomas
Nachtrag Sept. 07
Mit Interesse habe ich den Artikel Wie können Wikis im E-Learning ihr Potential entfalten? Ein Feldversuch, Eigenschaften aus der ‘freien Wildbahn’ auf die Universität zu übertragen. gelesen, den Antje, Christoph und Julia als eine Art wissenschaftliches Zwischenresümee über das Wiwa-Seminar verfasst haben. [http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/F5_2007_Koenig_Mueller_Neumann.pdf/]
Gibt es die drei Typen von Wikinutzern 'wirklich', die dort beschrieben werden? Ist das spezifisch für Wikis oder insgesamt gültig für Onlinenutzer mit und ohne Community?
Jetzt bin ich neugierig, was die empirische Untersuchung von AnnaHerbst zu den drei Typen im Wiki ergibt
In der [http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/ Publikation], die den Artikel enthält, finden sich auch weitere anregende Artikel zu Wikis, finde ich.
"Mein" Thema
Ich habe ein Thema gefunden, das nicht als Wikiwort auftaucht, dass ich in dem Semester aber mindestens verfolgen werde, weil es mir jetzt schon an mehreren Stellen aufgefallen ist: Wie geht diese Seite mit dem Thema um, das das Verfassen von Hausarbeiten und Referaten bei sehr vielen Studierenden (mich z.T. eingeschlossen) beschäftigt oder bedrängt? Angst.
Angst vor dem berühmten leeren Blatt, vor Kritik, den eigenen Ansprüchen usf. Oft ist es ja nicht das Zeitmanagement oder die Zitierweise, zumindest allein, die Probleme bereitet. Ich kann meine Zeit vielleicht nicht einteilen, weil ich blockiert bin, durch eigene, verinnerlichte und externe Ansprüche, (Selbst-)Zweifel, negative (Selbst-)Prophezeihungen, versagte oder zu wenig Anerkennung, verführerische Stimmen, die mich ablenken und mich zum Computerspiel, Kaffee trinken, Putzen oder Treff mit Freunden führen, anstatt das ich an der Hausarbeit weiter schreibe, wie ich eigentlich wollte (Fluchttendenzen, Vermeidungsstrategien). Gibt es dafür einen Ort in solch einem System, um das zu bearbeiten oder zumindest zu berücksichtigen? Ich weiß es noch nicht, ehrlich gesagt.
Angst ist zudem meist eine äußerst persönliche Sache, d.h. wie passt sie zu dem öffentlichen Wiki? Vielleicht kann sie gar keinen Ort hier haben, auch aufgrund der medial vermittelten, d.h. etwas distanzierteren Form? (Diese Reduktion hat sonst auch viele Vorteile.) Vielleicht gehört es ja auch gar nicht so stark in eine Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten? Dafür gibt es dann auch bei Büchern besondere Literatur (z.B. Kruse 2005, s.u.)
Aber eins ist klar, diese Webseite erklärt im Idealfall optimal, wie eine Arbeit zu erstellen ist, was zu beachten ist, gibt methodische Tipps usf. Aber das Referat halten oder die Hausarbeit schreiben muss ich danach immer noch selbst.
Nachtrag Sept 07
Die Ergebnisse der Arbeit, die diese Gedanken angestoßen haben und wo ein ganze Reihe von Studierenden an Beiträgen und der Struktur mitgewirkt haben, findet ihr unter der zunächst auf Referate begrenzten Seite AngstVormReferat. Die Anregungen zur Angst vor dem Schreiben, dem berühmten leeren Blatt z.B., haben die ersten Redaktionen nicht überstanden, weil sie zu viel Zitate aus Büchern (z.B. [http://www.amazon.de/leeren-Blatt-Schreibblockaden-durchs-Studium/dp/3593366592/ Kruse, Otto: Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 11. Aufl. Frankfurt a.M. 2005]) enthielten und sich niemand fand, diese zu paraphrasieren, zu ergänzen und auszuarbeiten. Die Arbeit steht noch aus. Elemente dazu finden sich aber auch auf der Seite oben bzw. zu ["Referat"].
Uwes Idee (bzw. seine gewählte Form) mit den Favoriten bei den Beitragenden, eine Art personalisierter, aber informell qualifizierter Highscore, finde ich super. Wenn ich mal mehr Zeit habe, mache ich auch mal so einen. Das hat viel von Anerkennung im kleinen, aber persönlich, dass macht sie in meinen Augen wertvoll: "Ich sehe, dass ihr etwas/viel macht und ich ziehe für mich etwas daraus." Das ist schon etwas zum Thema oben (Hat auch viel mit Motivation zu tun). Dasselbe leistet auf der sachlichen Ebene eine Liste zu Favoritenseiten. Sehr gute Idee, finde ich.
Die Anregung habe ich noch nicht aufgegriffen. Wieso eigentlich, was hindert mich? Zu kompliziert, zu wenig spezifisch (für mich und meine Interessen), zu viele Studis bzw. Seiten - wo fängt man da an -, fehlendes Commitment, d.h. alleine möchte man es auch nicht machen? Hmm, darüber denke ich gerade nach.
Ergänzte Antwort (Sept 07)
Ich bin nicht Teil der Community, nur am Rand mitarbeitendes Mitglied. Es ist wohl so einfach.
