Vorbesprechung mit einem Dozent vor einem Referat
Diese Seite beschäftigt sich damit, wie man sich am besten auf eine Vorbesprechung mit einem Dozenten vorbereitet.
Generell ist es wohl nie verkehrt, sich vor einem ["Referat"] mit der Seminarleitung bzw. dem Dozenten zu besprechen, es sei denn vielleicht, man hat keinerlei Probleme mit dem Text oder dem Thema (wohl eher selten…) und weiß schon nach dem ersten Lesen der Referatsliteratur zu 100%, um was es in den Texten genau geht und wie man sein ["Referat"] daraufhin gestalten kann. Da solche Fälle wohl eher selten sind, empfehlen wir Euch eine Vorbesprechung mit Eurem Dozenten. Oftmals verlangt der Dozent das auch („Kommen Sie bitte vorher in meine Sprechstunde.“), aber besser ist es wohl, eigenständig für einen Besprechungstermin Sorge zu tragen.
Was kann mir eine Vorbesprechung mit meinem Dozenten bringen?
Um zu vermeiden, dass Du ein Konzept wieder über den Haufen werfen musst und Dir umsonst Arbeit gemacht hast, kann es sehr hilfreich sein, den Dozenten bei Unklarheiten schon frühzeitig anzusprechen, um seine ungefähren Vorstellungen vom Referat zu erfahren. Gehen wir dann mal vom studentischen Normalfall aus: Du hast Dir die für Dein ["Referat"] vorgegebene Literatur besorgt und so mehr oder weniger alles gelesen. Im Großen und Ganzen hast Du alles verstanden (Problemstellung, Thesen, Schlussfolgerungen, Bedeutung des Themas für das Seminar und Dein Studienfach usw.) und Dir vielleicht schon erste Notizen gemacht. Evtl. schwebt Dir schon eine mögliche [:GliederungDesReferats:Gliederung] für Dein ["Referat"] vor. Wahrscheinlich hast Du aber auch noch viele offene Fragen. Diese zu klären, ist das Ziel einer Vorbesprechung. Genauso wichtig ist aber auch das "Ausloten" Deiner Vorstellungen über das Thema und das ["Referat"] und die Wünsche oder Anforderungen Deines Dozenten. Die Vorbesprechung kann auch helfen mögliche [:AngstVormReferat:Ängste vor dem Referat] zu verringern.
Anregungen, was Du mit Deinem Dozenten besprechen könntest:
- Bedeutung des Referatsthemas für das Seminar.
- Einordnung des Referatsthemas in Dein Studienfach.
Zeitlicher und inhaltlicher Ablauf des Referates ([:GliederungDesReferats:Gliederung]).
- Ungeklärtes und Unverständliches (Thesen, Schlussfolgerungen, schwierige Fachwörter etc.).
Möglichkeiten von Zusatzliteratur und Zusatzmaterialien (Bilder, [:Film:Filme], Grafiken,…).
Verfügbarkeit von OverheadProjektor, Beamer, Laptop, Fernseher, DVD-Rekorder etc. (siehe auch unter MedienEinsatz)
- ["Handout"] ja oder nein?
- Was ist dem Dozenten wichtig? Meist erfährt man so unbeabsichtigt, was der eigentliche Knackpunkt eines wissenschaftlichen Themas ist.
- Erreichbarkeit des Dozenten (z.B. per E-Mail oder telefonisch).
Tipps für eine gelungene Vorbereitung:
Oftmals ist die Zeit des Dozenten begrenzt, daher ist eine gute Vorbereitung auf die Vorbesprechung anzuraten. Unter Umständen läufst Du Gefahr, genauso klug wie vorher aus der Vorbesprechung zu kommen!
- Vorher schon fragen, wieviel Zeit man für die Vorbesprechung zur Verfügung hat.
- Evtl. ein ["Exzerpt"] des/der Texte/s erstellen oder zumindest schwierige Stellen mit Haftzetteln markieren (erspart das Suchen in Unmengen von Text – ich hatte schon Referatsliteratur mit mehr als 100 Seiten).
- Fremd- oder Fachwörter vorher recherchieren.
- Eine Liste mit Fragen erstellen. Wenn Du aus Erfahrung weißt, dass Dein Dozent meist wenig Zeit hat, kann es hilfreich sein, die Fragen vorher nach Wichtigkeit zu markieren, z.B. Rot: Antwort essentiell für das Referat / Gelb: Würde ich gerne wissen, kann ich aber auch selber herausfinden / Grün: Nicht so wichtig, aber wenn noch Zeit ist, können diese Fragen angesprochen werden.
Eine grobe [:GliederungDesReferats:Gliederung] für das ["Referat"] erstellen, zumindest schon mal im Kopf.
Sich überlegen, welche [:MedienEinsatz:Medien] man benutzen möchte.
Noch einige allgemeine Tipps:
- Einige Minuten früher da sein, viele Sprechstundentermine sind auf eine Viertelstunde begrenzt.
- Bei anderen Studenten umhören, welche Erfahrungen sie mit diesem Dozenten gemacht haben.
- Keine Scheu haben, zu fragen! Bevor Du beim ["Referat"] ständig sagen musst: „Das war mir selber auch nicht so klar…“, sollte man dies lieber als Frage an den Dozenten stellen: „Diese Textstelle verstehe ich noch nicht so ganz, können Sie mir das nochmal kurz erläutern?“.
- Nach der Vorbesprechung kannst Du kurze Fragen meist auch noch per E-Mail stellen.
- Du musst nicht in Ehrfurcht vor Deinem Dozenten erstarren, solltest aber auch nicht zu locker sein. Eine Mischung aus beidem ist wohl nicht verkehrt.
Praktische Erfahrungen:
- Ich habe mal eine ganze Menge eines Themas für ein Referat gelesen, um dann in der Vorbesprechung zu erfahren, dass der Dozent sich eine Schwerpunktsetzung auf ein anderes Unterthema gewünscht hat. Da war viel Arbeit dann umsonst (abgesehen von der Bildung). Deshalb kann es sehr hilfreich sein, schon ganz frühzeitig erste Fragen an den Dozenten zu stellen, wie er es sich vorstellt, wo er die Schwerpunkte setzt usw.
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Diskussion:
So, das Übliche, Seite erst einmal roh mit Inhalt gefüllt, jetzt dürft ihr gnadenlos kritisieren
Danke im Voraus. -- BettinaMichno DateTime(2007-01-22T23:05:26Z) Mal wieder sehr gute Arbeit, Bettina. Ich hab mal nen Satz hinzu gefügt (unter "was kann mir...bringen") sowie Praktische Erfahrungen. Dieser spezielle Punkt hat mir nämlich nochn bisschen gefehlt. Grüzli-- FelixHeuck DateTime(2007-01-23T16:00:26Z)
