QuellenAngabeInDerSportwissenschaft
ZitationSportwissenschaft
Diese Seite beschäftigt sich mit den Richtlinien zur Zitation am Institut für Sportwissenschaft
Allgemein
Alle Aussagen in einer schriftlichen Arbeit, die nicht vom Verfasser selbst stammen oder nicht allgemein bekannte Tatsachen darstellen, müssen als Zitate gekennzeichnet werden.
Die Herkunft der Zitate ist so anzugeben, dass der Leser mit minimalem Arbeitsaufwand das Zitat überprüfen kann.
Jedes Zitat besteht aus zwei Teilen: (a) inhaltliche Aussage und (b) Quellenangabe in Kurzform.
Beispiele zu den einzelnen Zitationsarten nach den Richtlinien des IfS
Wörtliches Zitat
Satzschlusszeichen
- Die abschließenden Anführungszeichen stehen stets vor einem Satzschlusszeichen.
- Beispiel 1: Nach loosch (2000, S. 174) spielen "soziale Faktoren ...eine kaum überschätzende Rolle".
- Ist das Satzschlusszeichen Bestandteil des zitierten Text wird der Punkt innerhalb der Anführungszeichen gesetzt
- Beispiel 2: "Soziale Faktoren spielen ...eine kaum zu überschätzende Rolle."
- Folgt auf das Zitat direkt die Quellenangabe, wird der Punkt nach den Anführungszeichen und der Quellenangabe gesetzt.
- Beispiel 3: "Soziale Faktoren spielen ...eine kaum zu überschätzende Rolle" (Loosch, 2000, S.174).
- Die abschließenden Anführungszeichen stehen stets vor einem Satzschlusszeichen.
Syntax
- wörtliche Zitate bilden eigene Sätze oder verschmelzen synthaktisch mit dem Satz, in dem sie stehen.
- müssen Änderungen am Zitat vorgenommen werden um dieses z.B. in die Syntax des Satzes einzufügen sind diese Veränderungen zu kennzeichnen
- Auslassungen werden durch drei Punkte kenntlich gemacht (siehe Beispiele 1-3)
- Einfügungen des Verfassers werden in eckigen Klammern angegeben
- Beispiel 4: "Soziale Faktoren [z.B. Eltern, Freunde] spielen ... eine kaum zu überschätzende Rolle" (Loosch, 2000, S.174).
- Hervorhebungen des Verfassers werden kursiv geschrieben und durch "Hervorhebung v. Verf." gekennzeichnet
Beispiel 5: "Soziale Faktoren spielen beim Erwerb motorischer Fertigkeiten eine kaum zu überschätzende Rolle" (Loosch, 2000, S.174).
Blockzitate sind wörtliche Zitate, die länger als vier Zeilen sind; sie werden als eigener Absatz ohne Anführungszeichen in den Text eingefügt, aber als Ganzes eingerückt
- Beispiel 6: Hermann (2001, S.5) beschreibt die Konsequenzen von Verletzungen für Leistungssportler
- wie folgt:
- Für Leistungssportler ... bedeuten Verletzungen oftmals einen tiefen Einschnitt in den Lebensrhythmus mit unklaren Konsequenzen für die weitere körperliche Leistungsfähigkeit und - damit verbunden - für die weitere sportliche Entwicklung. Je nach individueller Bedeutung des Sports und der Schwere der Läsion können diese Verletzungen mit deutlichen bis massiven psychischen Problemen behaftet sein und für Professionals noch zusätzlich monetär existenzielle Folgen haben.
- wie folgt:
- Beispiel 6: Hermann (2001, S.5) beschreibt die Konsequenzen von Verletzungen für Leistungssportler
Sinngemäßes Zitat
Bei einem sinngemäßen Zitat wird die Aussage des Autors inhaltlich wiedergegeben, aber in eigenen Worten formuliert. Daher wird das sinngemäße Zitat nicht in Anführungszeichen gesetzt.
Es muss aber (wie beim wörtlichen Zitat) die Quelle angegeben werden. Die Quellenangabe erfolgt in Klammer und wird mit dem Zusatz "vgl." für "vergleiche" versehen. Wird auf eine konkrete Aussage des Autors Bezug genommen gibt man zusätzlich die Seitenzahl an. Wird auf ein Kapitel des Autors verwiesen, ist das in der Quellenangabe zu ergänzen.
- Beispiel 1: Die bisher entwickelten Lerntheorien sind auf bestimmte Prototypen des Lernens bezogen und nur für
- einige, aber keineswegs für alle Fälle menschlichen Lernens repräsentativ (vgl. Singer, 1992, S. 107).
- beschrieben.
Fremdsprachliches Zitat
Ein Fremdsprachliches Zitat wird dann verwendet, wenn das Textmateril in der orginalen Sprache verwendet worden ist. Wird ein Textauszug aus der englischen Sprache verwendet, so wird das Zitat meist nicht übersetzt. Bei Zitaten aus anderen Sprachen sollte möglichst eine Übersetzung ins Deutsche für den Leser zur Verfügung stehen. Wichtig ist nach der Übersetzung auch die Angabe des Übersetzers (sollte dies der Verfasser selbst gewesen sein wird das mit "Übers. v. Verf." gekennzeicnet)
- "Beispiel 1: 'Some evidence suggestes that the representation of a sequence is independent to the effectors that execute it' (Keele, Cohen Ivry, 1990, S. 106-107).^1
- Übersetzung in der Fußnote:
- ^1 'Die Befundlage legt es nahe, dass die Repräsentation einer Sequenz von den eingesetzten Effektoren unabhängig ist' (Übers. v. Verf.)".
Sekundär Zitat
Wird Textmaterial eines Autors A benutzt und zitiert, dieser hat aber selbst bereits einen Autor B zitiert (aber das orginale Textmaterial des Autors B liegt dem Verfasser nicht vor), so spricht man von einem Sekundär Zitat. Die Kennzeichung eines solchen Zitats erfolgt durch "zitiert nach" .
- Beispiel 1: Lorenz (1964, zitiert nach Peper, 1981, S. 43) trifft die Aussage: "Eine im menschlichen Kulturleben entwickelte, ritualisierte
- Sonderform des Kampfes ist der Sport".
Zitat im Zitat
Wird eine Textstelle eines Autors zitiert, in der bereits ein Zitat enthalten ist, so spricht man vom Zitat im Zitat. Der Textauszug wird durch doppelte Aunführungszeichen und das Zitat im Zitat durch einfache Anführungszeichen gekennzeichnet.
- Beispiel : Für das Volleyballspiel stellt Brack (1983, S. 37) fest: "Die Schnellkraft, die von Brettschneider (1975, S. 186) als die 'Spielentscheidende Eigenschaft' ... bezeichnet wird, tendiert dabei mehr zur Schnelligkeit, als zur Kraft".
Weiterführende Links
Quellenangabe im Literaturverzeichnis (Sportwissenschaft) |
|
Quellenangabe für andere Institute |
|
Zitierweisen allgemein |
|
Zitationsarten allgemein |
-- DorotheaSchramm DateTime(2006-11-24T16:12:10Z)
